Du klappst deinen Laptop zu und denkst: „Will ich die nächsten 20 Jahre so weitermachen?“ Sinn im Job? Den erkennst du gerade nicht mehr.
Du bist unzufrieden im Job und googelst immer wieder nach Stellenanzeigen, aber ohne klare Richtung oder Antworten auf das, was dir eigentlich fehlt. Du fragst dich:
- Wie finde ich heraus, was ich wirklich will?
- Was will ich wirklich im Leben, und was erfüllt mich?
- Wie finde ich meine Berufung?
- Was ist meine Berufung und gibt es die eine Antwort überhaupt?
Damit bist du nicht allein. Viele Frauen mitten im Leben stellen sich genau diese Fragen. Trotz beruflicher Entwicklung, Verantwortung und gutem Job.

Ich nehme dich kurz mit in einen Moment aus meinem Leben: Ich gehe am Neckar entlang, mein Hand verbunden nach einem Autounfall. Auf einer Geschäftsreise, als Beifahrerin. Ich bin krankgeschrieben, kann gerade nicht arbeiten. Und während ich dort laufe, frage ich mich: „Macht das, was ich tue, Sinn? Mache ich einen Unterschied?“
Nicht aus einer Unzufriedenheit im Job heraus, sondern aus einer echten Sinnsuche. Und der Job ist nun mal ein bedeutender Teil unseres Lebens. Oft ist er der erste Bereich, den wir hinterfragen.
Vielleicht kennst du solche Momente. Gedanken, die plötzlich auftauchen. Oder Situationen, die dich zum Nachdenken bringen: gesundheitliche Herausforderungen, familiäre Veränderungen, Umstrukturierungen im Job oder sogar eine Kündigung.
Wenn du gerade an diesem Punkt bist und denkst: „Ich weiß nicht, was ich beruflich machen soll“ oder „Wie erkenne ich meine Berufung„?, dann ist das ein Hinweis, das du genauer hinschauen darfst.
Die Tatsache, dass du hier gelandet bist, zeigt: Du suchst nicht einfach irgendeine andere Stelle. Du willst Erfüllung im Beruf und im Leben finden und herausfinden, was wirklich zu dir passt. Du willst nicht nur funktionieren, sondern etwas finden, das sich wirklich nach dir anfühlt. Deine eigene Berufung.
Reflexion:
- Was ist anders, wenn du deine Berufung lebst? Wie fühlt sich das konkret an?
- Wann hast du diese Gefühl zuletzt gespürt, unabhängig vom Job? (was hast du gemacht, wo warst du, mit wem?)
Was bedeutet Berufung wirklich?
Viele Frauen denken: „Ich muss den richtigen Beruf finden, dann bin ich angekommen.“
Ich habe mich selbst mehrmals beruflich neu orientiert und dabei gelernt: Deine Berufung lebst du nicht unbedingt in einem einzelnen Job.
Berufung bedeutet: Du arbeitest und lebst so, dass es sich nach dir anfühlt. Nicht perfekt, aber in echt. – Mit Entscheidungen, die aus deiner inneren Überzeugung kommen.
Du setzt deine beruflichen Stärken ein. Das sind die, die dir wirklich Freude machen. Du beschäftigst dich mit Themen, die dich interessieren. Und du lebst so, dass es deinen Werten entspricht, die dich unbewusst antreiben.
Deine Berufung muss nicht in einem 40-Stunden-Job stattfinden. Es ist egal, ob du sie im Angestelltenverhältnis, in der Selbstständigkeit, als Unternehmerin oder in einer Kombination daraus, lebst.
Deine Berufung ist dein roter Faden. Die Tätigkeiten, die dir Freude machen, kannst du in ganz unterschiedlichen Jobs und Lebensphasen ausdrücken.
Deshalb: Denk nicht nur in Berufen. Denk in Tätigkeiten, Interessen und dem, was dich lebendig macht.
Und genau deshalb bedeutet deine Berufung zu finden nicht, sofort alles zu verändern. Manchmal reicht ein neuer Blick auf das, was bereits da ist, um mehr Erfüllung im Beruf zu finden. Und manchmal bedeutet es, bewusst neue Wege zu gehen.
Denn deine Berufung ist nichts, was du plötzlich findest. Sie entsteht Schritt für Schritt. Während du dich besser kennenlernst, ausprobierst und herausfindest, was wirklich zu dir passt.
Reflexion:
- Welche Tätigkeiten machen dir Freude? Wobei hast du ein gutes Gefühl? (Beispiele: führen, vernetzen, vermitteln, kreativ arbeiten)
- Welche Themen in podcasts, Büchern oder Gesprächen ziehen dich immer wieder an? (Zum Beispiel das Thema Wohndesign, Finanzen, alternative Reisen)
Was hält dich bisher davon ab, deine Berufung zu finden und zu leben?
Viele Menschen bleiben stecken, weil sie etwas zurückhält. Typische Gedanken können sein:
- Ich weiß nicht, was mich erfüllt?
- Ich kenne meine (beruflichen) Stärken nicht.
- Ich habe Angst vor beruflicher Veränderung.
- Ich kann mit meiner Berufung kein Geld verdienen.
- Meine Lebenssituation lässt es nicht zu…
Gerade die Angst vor beruflicher Veränderung und vor Unsicherheit ist eine der größten Blockaden. Sie hält dich davon ab, deine Richtung zu sehen und loszugehen. Du kommst nicht ins Handeln, weil dir die Klarheit fehlt und weil du möglicherweise in zu großen Schritten denkst.
Reflexion:
- Welche Entscheidungen hast du in der Vergangenheit eher aus Pflichtgefühl oder Sicherheit getroffen statt aus innerer Überzeugung?
- Wie würdest du heute entscheiden?

Wie finde ich meine Berufung? 5 konkrete Tipps
1. Finde heraus, welche Tätigkeiten dir Energie geben
Es geht darum, herauszufinden, was du gerne machst. Vielleicht hast du dir oben unter „Was bedeutet Berufung wirklich?“ schon eine Liste mit Tätigkeiten erstellt. Falls nicht, hole das unbedingt nach, denn genau diese Lieblingstätigkeiten sind ein zentraler Schlüssel, um deine Berufung zu finden.
Hier die Übung nochmals in einer etwas anderen Form:
- Welche Aufgaben machst du gerne, auch ohne äußeren Druck?
- Was fällt dir leicht, vielleicht so leicht, dass du es gar nicht als Fähigkeit wahrnimmst?
Für eine vertiefende Relexion habe ich dir dazu ein Workbook mit ausführlichen Fragen zusammengestellt.
2. Verbinde deine Stärken mit deinen Interessen
Wenn du deine Stärken, also deine Lieblingstätigkeiten, in denen du gut bist, mit dem verbindest, was dich interessiert, entstehen daraus konkrete berufliche Möglichkeiten.
Auch deine Interessen hast du dir vielleicht schon oben unter „Was bedeutet Berufung wirklich?“ notiert. Falls nicht, stelle dir nochmal bewusst die Frage:
- Welche Themen in podcasts, Büchern oder Gesprächen ziehen dich immer wieder an?
Wenn du möchtest, kannst du für ein Brainstorming möglicher beruflicher Optionen auch folgenden Prompt nutzen:
„Wenn ich meine liebsten Fähigkeiten [Fähigkeiten nennen]– also das, was ich gut kann und wirklich gerne tue – mit meinen Interessen [Interessen nennen] verbinde: In welchen beruflichen Rollen, Tätigkeiten oder Wirkungsfeldern könnte sich das zeigen? Sammle bitte mindestens 10 Möglichkeiten, ohne sie zu bewerten. Denke auch an ungewöhnliche Ideen sowie an Projekte, Selbstständigkeit, Nebenwege oder neue Arbeitsformen.“
3. Orientiere dich an deiner inneren Richtung
Reflexion:
- Was würdest du tun, wenn du sicher wärst, dass es funktioniert?
- Was wäre dein nächster Schritt, wenn Angst keine Rolle spielen würde?
Das gibt dir Hinweise darauf, in welcher Richtung deine berufliche Erfüllung liegt.
4. Hole dir neue Perspektiven
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
Suche bewusst nach:
- Menschen, die ihren eigenen Weg gehen
- Austausch mit Gleichgesinnten
- Unterstützung durch Coaching oder Programme
Ein Berufungscoach oder Coach für berufliche Neuorientierung kann dir helfen, schneller Klarheit zu gewinnen und ins Handeln zu kommen.
Reflexion:
- Wenn du dir 2-3 Menschen aussuchen würdest, mit denen du dein Leben für eine bestimmte Zeit tauschen könntest, welche wären das? Was machen sie? Wie leben sie? Welche Erkenntnis gewinnst du daraus?
5. Komm ins Tun
Du wirst nicht durch reines Nachdenken herausfinden, was dich erfüllt. Sondern, wenn du merkst, wie es sich anfühlt und durch Erfahrung. Teste Dinge im Kleinen: Projekte, neue Aufgaben, ein Ehrenamt, einen Nebenjob, ein neues Hobby.
Erst im Tun merkst du, was wirklich zu dir passt.
Berufung finden ist ein Prozess
Deine Berufung zu entdecken ist kein Ziel, das du einmal erreichst. Es ist ein Weg.
Du musst nicht sofort alles verändern, wenn du dich fragst: „Berufliche Veränderung – wo anfangen?“
Wenn du nach nach ersten Schritte suchst, beginne damit, deine Gedanken sichtbar zu machen. Die Reflexionsfragen in diesem Artikel oder in meinem kostenlosen Workbook, helfen dir, mehr Klarheit zu gewinnen und das Gedankenwirrwarr zu sortieren.
Im nächsten Schritt geht es darum, Ideen zu sammeln, ohne sie sofort zu bewerten. Nutze dazu, wenn du magst, den Prompt oben.
Erst danach wird relevant, wie du diese Ideen Schritt für Schritt und realistisch umsetzen kannst.
Beginne in deinem Tempo. Mit kleinen Schritten.
Deine Berufung entsteht im Tun. Nicht in einer 5-Jahres-Planung. 😉

Wie ich dich dabei unterstütze
In meinem Berufungscoaching / Coaching für berufliche Neuorientierung arbeiten wir nicht von außen nach innen, sondern genau umgekehrt: von innen nach außen.
Statt beim nächsten logischen Karriereschritt anzusetzen, der zu deinem Lebenslauf passt, starten wir bei dir.
Gemeinsam entwickeln wir ein klares Bild davon, wer du bist, indem wir deine Antworten aus Reflexionsfragen miteinander verbinden und sichtbar machen, was dich wirklich ausmacht.
Als Ergänzung bringe ich eine Außenperspektive mit ein: Ich zeige dir deine Stärken und dein Potenzial im Human Design nach Codes of Life©. Oft werden dabei Dinge greifbar, die du selbst schon gespürt hast, aber noch nicht klar benennen konntest.
Daraus entwickeln wir:
- eine klare Richtung und eine berufliche Vision
- konkrete Ideen, die zu dir passen
- erste Schritte, die realistisch umsetzbar sind
Du lernst, deine eigene Berufung zu finden und zu leben.
Fazit: Deine Berufung ist ein Weg, kein Ziel
Deine Berufung ist ein Weg. Sie ist dein innerer Kompass.
Sie ist der rote Faden, der dir zeigt, was dich lebendig fühlen lässt. In ihr drückt sich deine Einzigartigkeit aus.
Deine Berufung zeigt sich nicht unbedingt in einem einzigen Beruf. Lass dich von deinen Lieblingstätigkeiten und Interessen leiten, daraus können sich ganz unterschiedliche Wege ergeben. Über die Jahre hinweg oder auch parallel.
Zu deiner Berufung gehört nicht nur dein Job, sondern dein Leben als Ganzes: wie du arbeitest, wie du lebst und was dir wirklich wichtig ist. Du musst nicht warten bis du dir sicher bist oder einen fertigen Plan hast. Deine Berufung entsteht im Gehen, sobald du eine Richtung hast.
Ein Teil meiner Berufung ist es, Vielseitigkeit und Begeisterung in die Welt zu bringen. Dazu gehört auch, dich dabei zu unterstützen, deine eigene Begeisterung zu finden.
Wenn du dich also fragst „Wie finde ich meine Berufung?“, dann ist die wichtigste Antwort:
🙏 Indem du beginnst. 😁


