Wie finde ich meine Berufung?

Wie finde ich meine Berufung?

Spürst du in dir eine leise, aber stetige Sehnsucht nach mehr Sinn, Lebendigkeit und einem Job, der dich erfüllt und dir Energie gibt, statt sie zu nehmen? Vielleicht hast du bereits Stellen gewechselt oder dich berufliche verändert – doch das Gefühl von innerer Leere blieb. Dann stellst du dir womöglich die Frage: Wie finde ich meine Berufung?

Berufung ist mehr als ein Jobtitel

Viele Menschen suchen ihre Berufung in einem bestimmten Beruf oder in äußeren Rahmenbedingungen. Doch die Wahrheit ist: Berufung ist kein einzelner Job, sondern Ausdruck deiner Einzigartigkeit – im beruflichen und privaten Umfeld. Sie zeigt sich dort, wo du dich lebendig fühlst und spürst: Das bin ich.

Ob im Angestelltenverhältnis, im eigenen Business, im Ehrenamt oder in kreativen Projekten – Berufung leben bedeutet, in einer Weise zu wirken, die dir entspricht. Manchmal reicht dafür schon ein kleiner Perspektivwechsel oder ein neues Umfeld. Und manchmal ist es ein ganz neuer Weg.

Die Berufung beginnt in dir

Der Weg zur Berufung beginnt nicht mit einem Karrierecoaching, das nur den nächsten beruflichen Schritt betrachtet, oder der Frage, welches die nächst bessere Position wäre – sondern bei dir. Bei dem, was dir Freude macht. Was dich innerlich ruft. Was du geben möchtest.

In meiner Arbeit mit Klient:innen in der beruflichen Neuorientierung sehe ich immer wieder: Wer sich selbst besser kennenlernt, erkennt oft einen roten Faden im Leben. Dieser beschreibt deine Berufung und gibt dir Orientierung für deine beruflichen Entscheidungen.

Drei zentrale Fragen für deinen Start:

  • Welche Tätigkeiten geben dir Energie?
  • Welche Themen interessieren dich?
  • In welcher Umgebung blühst du auf?

Berufung finden bedeutet, dich selbst zu verstehen und zu kennen. Dazu gehören deine Werte, deine Interessen und Stärken – und auch deine Wünsche an dein Leben. Wie Goethe schon ausdrückte: „Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.“

Praktische Impulse, um deine Berufung zu entdecken

Hier sind fünf konkrete Schritte, mit denen du deiner Berufung näher kommst:

1. Kenne deine Werte

Was ist dir wirklich wichtig im Leben? Werte wie Freiheit, Kreativität, Sicherheit und Wachstum beeinflussen deine Entscheidungen – bewusst oder unbewusst. Mache dir deine Top-Werte klar und frage dich, wie sehr du sie aktuell lebst.

2. Erkenne deine Stärken

Stärken zeigen sich dort, wo du Freude empfindest und gleichzeitig gut bist – oder gut werden kannst. Beobachte: Welche Tätigkeiten lassen dich die Zeit vergessen? Welche Aufgaben geben dir Energie? Nutze, wenn du magst, als Ergänzung ausgewählte Persönlichkeitstests, z.B. DISC von Tony Robbins, oder Tools wie Human Design, um dich besser kennen zu lernen und dein Potenzial zu erkennen.

3. Nutze kreative Tools

Gestalte ein Visionboard: Schneide Bilder und Worte aus Zeitschriften aus, die dich ansprechen und inspirieren. Ordne sie in Kategorien – z.B. Beruf, Lebensstil, Beziehungen. Welche Wünsche kannst du herauslesen? So wird greifbar, was du wirklich willst.

4. Entwickle deine Vision

Erlaube dir, groß zu träumen. Deine Vision darf dich berühren – und ruhig etwas nervös machen. Sie ist dein innerer Kompass, der dir auch in unsicheren Phasen Richtung gibt. Jedes gute Unternehmen hat eine Vision, um den Fokus auszurichten und die Ressourcen gezielt einzusetzen. Entwickle auch du eine inspirierende Vision für dich.

5. Geh‘ kleine Schritte

Der Weg zur Berufung ist kein Sprung, sondern ein Prozess. Du musst nicht sofort alles verändern. Starte mit einem kleinen Schritt- vielleicht mit einem Coaching zur beruflichen Neuorientierung, einem Gespräch mit inspirierenden Menschen oder einem neuen Projekt nebenbei. „There is only one way to eat an elephant: one bite at a time.“ (Desmond Tutu) Brich‘ deine Vision in kleine Schritte herunter und stell‘ dir vor, wo du in fünf Jahren sein kannst, wenn du heute beginnst.

Was dich aufhält – und wie du weiterkommst

Veränderung bedeutet immer auch Unsicherheit. Typische innere Blockaden sind:

  • Angst vor Ablehnung oder finanzieller Unsicherheit
  • Zweifel am eigenen Können („Ich bin nicht gut genug“)
  • Das Sicherheitsbedürfnis deines Gehirns, das dich in der Komfortzone halten will.

Der erste Schritt ist, diese Ängste bewusst wahrzunehmen – und trotzdem loszugehen. In deinem Tempo. Schritt für Schritt.

You’ll know what’s right for you only when you begin taking action.“ – Sahara Rose.

Berufung leben heißt: Verantwortung übernehmen

Deine Berufung wird dir nicht serviert und es reicht auch nicht, sie zu visualisieren. Sie entsteht im Tun. Du entwickelst sie, indem du dir selbst begegnest, ausprobierst, lernst – und dranbleibst. Es braucht Mut, keine Perfektion. Der Mut kommt mit innerer Sicherheit und du darfst losgehen, bevor du dich bereit fühlst.

Und ja, es ist möglich, mit deiner Berufung Geld zu verdienen. Egal, was deine Berufung ist. Vielleicht ist es nicht sofort möglich und nicht auf geradem Weg – aber du kannst einen Platz finden, an dem du sowohl du selbst sein als auch finanziell erfolgreich sein kannst.

Fazit: Deine Berufung ist ein Weg – kein Ziel

Berufung ist kein fixes Etikett. Sie ist ein Weg der Entfaltung. Sie beginnt in dir, wächst mit dir und verändert sich mit deinem Leben. Alles, was du brauchst, ist die Entscheidung, dich auf diesen Weg zu machen.

Wenn du dir Begleitung auf diesem Weg wünschst, unterstütze ich dich gerne. Gemeinsam finden wir heraus, was dich wirklich begeistert und entwickeln eine stimmige Vision und konkrete Schritte, mit denen du deine Berufung leben kannst – auf deine Weise.

Lebe deine Einzigartigkeit. Die Welt braucht dich.